Haus Bräutigam - Baukultur im Prozess
Projektbeschreibung
Der Verein Haus Bräutigam versteht Baukultur als gemeinschaftlichen Prozess des Weiterbauens, der Gastlichkeit und der Ko-Produktion – gerade dort, wo Strukturwandel, Leerstand und der Verlust sozialer Infrastruktur besonders spürbar sind:
Weiterbauen: Das Projekt begreift Leerstand als gesellschaftliche Ressource und entwickelt durch kreislauforientiertes Weiterbauen im Bestand konkrete Antworten auf Ressourcenverbrauch, Abriss und den Verlust regionaler Baukultur.
Gastlichkeit: Ausgehend von der historischen Funktion als Sommerfrischehaus wird Gastlichkeit als zeitgenössische Praxis des Einladens, Teilens und Zusammenkommens neu interpretiert und als soziale Infrastruktur in einer vom demografischen und wirtschaftlichen Wandel geprägten Region etabliert.
Ko-Produktion: In Formaten wie Bauschulen, offenen Baustellen und Residencies entstehen Räume, in denen Planung, Bauen, Lernen und Entscheiden gemeinschaftlich ausgehandelt werden und als demokratische Praxis erfahrbar werden.
So entsteht ein Raum mit konkreter Wirkung vor Ort und überregionaler Ausstrahlung, der Menschen einlädt, neue Formen des Zusammenlebens zu erproben und Baukultur als gemeinschaftliche Aufgabe zu verstehen.
Jurykommentar
Das leerstehende Sommerfrischehaus wird schrittweise zu einem Ort für Wohnen, Arbeiten, Gastlichkeit und gemeinsames Bauen. Haus Bräutigam überzeugt als lernendes Projekt durch Bestandserhalt, Kreislaufmaterialien und als Lernort offener Teilhabe und zeigt einmal mehr: Baukultur ist Prozesskultur.
Beteiligte
Bilder & Pläne