Innerstädtischer Landschaftspark "Nördliche Geraaue" im Rahmen der BUGA 2021
Projektbeschreibung
Mit der Entwicklung eines zusammenhängenden Grünzugs entlang des westlichen Geraufers wurde das Wohnumfeld und damit der bevölkerungsreiche Norden der Stadt Erfurt dauerhaft aufgewertet. Dabei wurden auf einer Länge von ca. 4,5 Kilometern, vom Nordpark (Gartendenkmal) bis zum Kilianipark, bereits bestehende Grünanlagen erweitert, aufgewertet und durch neugewonnene Parkanlagen zu einem großen, zusammenhängenden Landschaftspark verwoben: die „Nördliche Geraaue“.
Dieser neue, ca. 64 ha große Grünzug versorgt die jungen Stadtteile mit einer hochwertigen, grünen Infrastruktur aus Parkanlagen mit ruhigen, erholsamen Arealen und abwechslungsreichen Spiel- und Sportplätzen. Er verbindet als grüner Korridor die Neubaugebiete mit dem historischen Stadtzentrum. Der neue, durchgängige Gera-Radweg bietet eine sichere Verbindung aus der Stadt bis in die offene Landschaft. An den Siedlungsrändern vermitteln Parkbänder mit verschiedenen Nutzungsangeboten räumlich und funktional zwischen der Stadt und dem angrenzenden Talraum. Der Fluss selbst wurde durch attraktive Orte am Wasser erlebbar gestaltet. Neben den städtebaulichen und ökonomischen Vorgaben der Stadt fanden bei der Konzeption auch die Belange des Naturschutzes, des Hochwasserschutzes und des Denkmalschutzes Berücksichtigung. Der facettenreiche Erlebnisraum „Nördliche Geraaue“ eröffnet den Besucher:innen Orte der Kommunikation und Integration und stellt für die Bewohner:innen einen wichtigen Ort der Identifikation dar.
Jurykommentar
Der Landschaftspark verbindet rund 64 Hektar Grünräume im Norden Erfurts zu einem durchgehenden, vielfältigen Aktivitätsraum. Er stärkt Begegnung, Naherholung, Radverkehr, Klimaanpassung und die Erlebbarkeit der Gera im Stadtraum und zeigt vorbildlich, wie mit den Mitteln der Landschaftsarchitektur Stadtreparatur und soziale Teilhabe ermöglicht werden.